Krank sein ändert nichts. Traurig aber wahr.

Oh Lord. Wo ist meine Mama? Jeder wünscht sich seine her, wenn er krank ist. Aber was macht man, wenn man selbst Mutter ist?

Zum ersten Mal in meiner Historie als Mutter, hat es mich so richtig erwischt. Die Grippe zeigt sich mir mit all ihren wunderbar grausamen Facetten. Als normaler Mensch hätte ich mich jetzt ins Bett gelegt, Tee geschlürft und vor allem eins getan: geschlafen.

Aber dieses Luxusgut steht mir ja nicht einmal im gesunden Zustand zu – wie kann ich es wagen auch nur daran zu denken, dass ich nun ein wenig mehr Ruhe & Schlaf bekommen sollte. Im Gegenteil.

Meine Kleine hat sich grade dazu entschieden, dass sie Schlafen – vor allem tagsüber – sehr langweilig findet. Da gibt es ja auch nichts zu entdecken. Und nachts findet sie es nun auch schwieriger – wenn Mama ständig daneben schnieft und hustet. Somit sind wir die letzten Tage als richtiges Power-Duo unterwegs – so mit Kopfschmerzen, laufender Nase und Schlafmangel.

Ich realisierte verzweifelt, dass mir keine andere Wahl blieb, als unseren Alltag ganz normal weiterzuführen – Babys nehmen das ganze Herz, nur keine Rücksicht auf das körperliche Wohlbefinden. Und das ist verdammt anstrengend.

Wenn ich davor mal dachte, dass ich an meine Grenzen gestoßen bin, kann ich jetzt nur über die damalige Leichtigkeit lachen. Und zu guter Letzt hat sich mein kleiner Schatz nun auch dazu entschieden, den Kinderwagen abzulehnen und nur noch im Tragetuch ihren Frieden zu finden. Danke dafür!

Wieso bekommt man nochmal Kinder und entscheidet sich dafür den Luxus aufzugeben, richtig krank sein zu dürfen?! Ich weiß es echt nicht –

bis sie dann wieder anfängt wie eine Wahnsinnige zu quasseln, beim Flugzeug spielen herrlich lacht, mein Gesicht in ihre kleinen Hände nimmt, wenn wir uns gegenüber auf der Seite liegen oder friedlich nuckelnd schläft.

Also haltet durch ihr kranken Mütter. Immerhin hat es sich trauriger Weise schon so weit verändert, dass es nicht mehr das Schlimmste ist wirklich krank zu sein, sondern nicht krank sein zu dürfen. Ein wahrhafter Lebensfortschritt.

Also nochmal zurück zum Anfang: Was macht man, wenn man krank und selbst Mutter ist? Ganz einfach: Alles wie gewohnt.

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